Häufige Fragen von Systemhäusern und MSPs
Die Fragen aus echten Gesprächen. Auch die, auf die es keine bequeme Antwort gibt.
Diese Fragen stammen aus echten Gesprächen mit Systemhäusern, MSPs und IT-Resellern — nicht vom Schreibtisch. Wo die ehrliche Antwort unbequem ist, steht sie trotzdem hier.
Nehmt ihr mir meine Kunden weg?
Nein. Wir verkaufen in diesem Kanal nicht an Endkunden. Vertrag und Rechnung laufen über dich, dein Kunde sieht deine Marke und deine Ansprechpartner. Wenn du willst, erfährt er nie, wer die Plattform betreibt.
Wie komme ich wieder raus, wenn es nicht passt?
Deine Daten liegen im offenen Veeam-Standardformat. Ein Wechsel braucht meist gar keine Migration: Du startest die neue Kette woanders und lässt die alte bei uns auslaufen. Bei großen Volumina geben wir die Daten auf physischen Datenträgern heraus, statt dich wochenlang herunterladen zu lassen.
Kann bei euch jemand meine Backups löschen?
Während der Sperrfrist nicht — kein Angreifer, kein Administrator, auch nicht über die Backup-Umgebung. Was wir nicht behaupten: dass es technisch überhaupt keinen Weg gäbe. Auf Systemebene existiert er beim Betreiber und wird nur nach einem verifizierten Auftrag aus deinem Haus beschritten. Anbieter, die etwas anderes sagen, beschreiben ihr eigenes System falsch.
Was heißt bei euch 24/7?
Dass die Infrastruktur rund um die Uhr überwacht wird. Im Standard reagieren wir nach bestem Bemühen — nachts um drei greift also niemand automatisch zum Telefon. Wer eine zugesicherte Reaktionszeit braucht, bucht sie: Reaktion am nächsten Werktag, oder im Notfall innerhalb von vier Stunden. Reaktionszeit heißt Beginn der Bearbeitung, nicht Lösung.
Seid ihr georedundant?
Im Standard nicht. Unsere Systeme stehen in Deutschland, an einem Standort betrieben. Braucht ein Kunde Georedundanz, bauen wir sie ein — wir sagen dir aber vorher, dass sie nicht automatisch dabei ist.
Welche Laufzeit hat der Vertrag?
Zwölf Monate. Rechnest du monatlich ab, hast du drei Monate Probezeit mit kurzer Kündigungsfrist. Bei jährlicher Abrechnung entfällt die Probezeit. Wir schreiben bewusst nicht von monatlicher Kündbarkeit — das liest sich besser, als es dem Vertrag entspricht.
Wie wird abgerechnet?
Lizenzen monatlich nach Verbrauch, in Punkten je Workload. Speicher monatlich nach Größenstufe, dazu einmalig die Einrichtung. Wichtig: Abgerechnet wird der Spitzenwert im Meldezeitraum, nicht der Durchschnitt — wer für eine Migration kurz doppelt lizenziert, sieht das auf der Monatsrechnung.
Was kostet das konkret?
Das hängt von Workload-Zahl, Edition, Volumen und Aufbewahrung ab und wird individuell kalkuliert. Wie sich der Preis zusammensetzt und was ihn treibt, steht ausführlich auf der Seite Preise. Für eine belastbare Größenordnung genügen drei Angaben von dir: Art und Anzahl der Workloads, Datenvolumen und gewünschte Aufbewahrung.
Warum sollte ich das nicht selbst betreiben?
Für den reinen Lizenzeinkauf spricht oft nichts dagegen. Die Rechnung geht eine Ebene höher auf: Service-Provider-Konsole, Cloud-Connect-Infrastruktur, die monatliche Meldung mit fester Frist. Ein Dienstleister hat den Eigenbetrieb ein Jahr lang durchgezogen und dann aufgegeben — nicht an der Technik, sondern am immer gleichen manuellen Abgleich.
Brauche ich Veeam Cloud Connect?
Nur, wenn beim Kunden bereits Veeam läuft und Backup-Daten zu uns hochgeladen werden sollen. Hat er noch kein Veeam, ist zuerst die Lizenzfrage dran. Geht es um Speicher, den du selbst ansprichst, ist der Managed Storage Server der direktere Weg.
Wo liegen die Daten?
In Deutschland. Alle Systeme, auf denen Kundendaten liegen, stehen hier. Außerhalb betreiben wir lediglich einen Server für die Überwachung, auf dem keine Backup-Daten liegen.
Läuft das unter meiner Marke?
Ja. Du entscheidest sogar, ob dein Kunde überhaupt erfährt, dass wir dahinterstehen. Manche Partner nennen uns bewusst, weil ein erfahrener Betreiber im Hintergrund Vertrauen schafft — beides ist in Ordnung.
Wer spricht mit dem Kunden, wenn etwas ausfällt?
Du. Wir melden dir eine Auffälligkeit, bevor dein Kunde sie bemerkt, und arbeiten daran. Was du ihm sagst und wann, entscheidest du. Brauchst du uns im Ernstfall direkt am Tisch, kommen wir auf deine Einladung dazu — unter deiner Regie.
Wie schnell kann ich anfangen?
Das hängt an der Einrichtung beim ersten Kunden, nicht an uns. Im Gespräch klären wir Umgebung, Volumen und Zeitrahmen und sagen dir einen realistischen Termin — keinen, der gut klingt und dann nicht hält.
Reicht ein grüner Backup-Job als Nachweis?
Nein. Ein Backup ist erst der Restore, der danach funktioniert. Ein echter Test prüft vier Dinge: ist alles da, wie lange dauert es, läuft das System danach, und kommt ein zweiter Kollege damit klar. Wir bestehen darauf, weil wir gesehen haben, was sonst passiert.
Deine Frage ist nicht dabei? Dann stell sie direkt — dreißig Minuten reichen für die meisten davon.